Hier kommt ein lieber erster Gruss aus Mexiko!
Am Ort der Tausend Emotionen fängt alles an: Dem Flughafen.
Ein schneller (viel zu schneller) Abschied von meinen Lieben.
Die Wolken fliegen mir entgegen; wild schnell, kaum gesehen.
Paris: Zwischen Bauarbeiten, Hektik und in Parfumwolken stakselnden Stewardess.
Merci, au revoir, buongiorno, Moscow, pasaporto, Washington, Menschen, Menschen, Menschen.
Das Flugzeug: Doppelstöckig, komfortabel, ein Fensterplatz (allerdings ungeeignet zum Anlehnen) wartet auf mich.
Für die Einen: Ich gehe. Für die Anderen: Ich komme.
Und für mich?! Beides!
Vielleicht daher auch mein Bauchzirkus, der mich zum Nachmittagsschmaus oder Mitternachtsmahl (mit der offiziellen Bezeichnung Abendessen) nur trockenes Brot hat essen lassen.
Nach einem folterlich langem Flug endlich die Ankunft in Mexiko City:
"Merci, au revoir" wird am anderen Ende des Ganges zu "Buenas tardes, su pasaporte por favor".
Einfach nur weiter und dann ankommen wollte ich, trotzdem musste ich geduldig wie eine Hebamme warten, bis die Ereignisse von alleine Eintreffen. -Und solange noch geniessen, einmal ein Vesperbrot von Mama in Mexiko zu essen.
Guadalajara hat uns mit einer Traumatmosphäre begrüsst: Wilde Blitze über der Sternenstadt. Ohne Turbulenzen, vorerst ohne Regen, sehr eindrucksvoll.
Angekommen habe ich eine neue Foltermethode entdeckt: Ewig auf ein Gepäckband starren zu müssen und nichts passiert.
Die Hardcorevariante ist dann, wenn der Freund auf der anderen Seite der Sicherheitsschranke wartet.
Aber, und das war sehr schön, habe ich ganz zum Schluss noch einen frischen Ex-Austauschschüler aus Finnland (also Mexikaner, der grade zurück kam) kennen gelernt. Natürlich auch ein Rotarier der meine ganzen Austauschschülerfreunde kennt, weil sie auf die gleiche Schule gingen: Eric, Guto, Nico, Thales, Clara.....
Es ist doch noch nicht ganz vorbei.
Draussen wartet nicht nur Baby/Toño/Antonio oder wie auch immer ihr ihn gewohnt seid zu nennen, sondern auch seine Mama, mit einer Digicam in der Hand,
sein Neffe mit einem Blumenstrauss, der fast grösser ist als er selber,
seine Nichte, die mir einen Brief geschrieben hat und einen grünen Affen dazu gelegt hat,
deren Eltern, der Vater mit Krücken und die Mutter mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und
Freunde von Baby, Irene und Santoyo, den ich letztes Jahr in London kennen gelernt habe.
So viele besos und abrazos!
Um 8 Uhr morgens (deutsche Zeit) habe ich dann endlich als letztes Kapitel der Reise meine Mama aus dem Schlaf geholt.
Heute habe nichts spektakuläres gemacht; den Koffer ausgepackt, geschlafen, zu mexikanischen Lädchen zum Früchte kaufen gegangen (wo sich grade die halbe Mitarbeiterschaft versteckt hat, weil Prüfer der Regierung gekommen sind, um die Versicherung zu prüfen: Bienvenido en Mexico!) und nicht zuletzt einen dichten Terminplan für morgen geschaffen. Denn ich werde zu meiner alten Gastfanilie, den Dahuss, zum Essen gehen, danach Ale Malo und Alvaro im Starbucks treffen und abends zum Geburtstagsessen Irene wieder treffen.
Und ein bisschen jaulig war ich heute auch. Schieben wirs auf Schlafmangel, Appetitlosigkeit, VERMISSEN! Alles schön und gut hier, aber diesmal fällts mir schwerer zu Hause zu Hause zu lassen.
Und jetzt aber gute Nacht!
Fotos kommen noch!
(Habe eh noch nicht viele gemacht)
6 Kommentare:
Wow, welch eindrucksvoller Bericht!
Liebe Grüße
Jetzt hab ich deinen Bericht auchgelesen, und es war gut, von dir gewecktzu werden!
Liebe Grüße auch von Kristian (Der diesmal deine Berichte genauer lesen wird!)
deine Mama
Anne, schoen, dass du schreibst.
Heute hat sich alles ganz spontan und liegend bei mir im Wohnzimmer versammelt. Ein Film. Nur du warst nicht da -
Die Worte fehlen gerade, du fehlst mir.
Schön von dir zu lesen Anne, ich freu mich, dass du wieder hier schreibst :-)
Mit dem Fahrrad unterwegs, das stelle ich mir aber auch wirklich abenteuerlich vor!
Liebe Grüße und einen dicken Drücker
deine Wiebke
Sehr schön, Anne.
Genieße noch einmal das mexicanische Leben. Ich werde es auch tun, aber auf eine ganz andere Art und Weise als vor 3 Jahren.
Ich bin ab ende August in Chiapas zu Hause.
Freue mich schon auf dich! das wird toll!!!
liebe anne, ich vermiss dich :(
aber dein schreibstil ist klasse, kann es kaum erwarten mehr von dir zu lesen!
liebe grüße an baby(:
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