erstmal Vorweg: Ich hab das alles (also fast alles) nachts geschrieben, als wir wieder gekommen sind und ich war müde...ausserdem glaub ich einfach, dass es sehr wirr ist und ich hab Sachen geschrieben, die uninteressant sind und andere Dinge ausgelassen, die mich bewegt haben.
Zum Beispiel das NICHTS im Staat Zacatecas.
Einfach NICHTS, weit und breit...das ist doch was, was man aus Deutschland nicht kennt.
Die Strasse und dann NICHTS weiter, ausser Kaktusse oder sowas. Ab und zu ein Koyote (aber die hat immer nur meine Mama gesehen...nie ich (wie damals mit den Katzen, wisst ihr noch liebe deutsche Familie?!) aber das wars auch schon.
Also gut und solche beeindruckenden Sachen könnte ich ausgelassen haben, ich weiss es nicht mehr.
Aber ich kann das jetzt nicht alles überarbeiten und noch nicht mal Bilder hinzufügen, da ich am PC meiner neuen Schwester bin(ja, sie hat mich netterweise dran gelassen) und ich mich an meinem ersten Tag dann auch nicht zu sehr verspäten möchte...
Also: Los gehts mit dem Bericht:
28.12.
An diesem Tag hab ich zum ersten Mal in meinem Leben die USA betreten, aber eigentlich bestand der ganze Tag aus: Autofahren.
Wir sind morgens gegen halb 8/8 losgefahren (geplant war 6...) und sind etwa 12 Stunden später in McAllen, Texas, bei Verwandten (wie verwandt weiß ich nicht, aber es wird ja eh zu allen Tio (Onkel) und Tia (Tante) gesagt.
Mein Tio Eric Junior hat ein wirklich schönes Haus (er ist Architekt) und als wir angekommen sind, waren wir noch so drauf, dass wir uns auf die leckere Pizza gestürzt haben, die frisch gebracht wurde und dem mit Liebe hergestellten mexikanischen Teil des Essens keine Beachtung geschenkt haben.
Jaja, aber schon am nächsten Morgen, als wir in einem Restaurant Brunchen waren, habe ich Mexiko vermisst (das schon nach dem ersten Hamburger in diesem Land).
Ich rede schon ein bisschen viel übers Essen...
Gewohnt haben wir in McAllen bei meinem Tio Arthuro und seiner Familie.
Er hat eine tolle Familie; so schön!
Die Töchter sprechen alle so gut Spanisch wie Englisch und schon allein das find ich ja immer herrlich.
Naja die 1 ½-jährige spricht eigentlich noch kaum, macht aber ihre Schwestern immer ganz wonnig nach und ich hab sie trotzdem lieb.
Die anderen beiden sind etwa 5 und 7 oder sowas in dem dreh...
Wir haben mit ihnen Wii gespielt und das war sehr lustig.
Aber am 29.12. sind wir dann nach dem oben erwähnten Brunch auch schon gleich weiter gefahren, nach Houston.
In Houston wohnen Freunde meiner Eltern (sind auch Mexikaner) und bei denen haben wir dann gewohnt.
Die Familie besteht aus den Eltern und 2 Kindern, die 10 und 19 Jahre alt sind. Und außerdem war die erste Zeit noch eine Cousine da und bis zum Schluss auch noch die Oma. Full house.
Mit Deutschland verglichen, ist die USA ähnlicher als Mexiko (versteht ihr das? Ich finde meinen Satz komisch...).
Aber so, wie ich es kennen gelernt hab, ist doch alles so, wie in den Filmen...
...wobei ich eigentlich nicht in den USA gewohnt hab, denn einerseits wars ja mal Mexiko und außerdem hab ich ja auch noch mit Mexikanern gewohnt. Also waren dann viele Freunde wenn nicht Mexikaner, dann doch wenigstens Spanischsprachig.
Im Endeffekt hab ich also kaum Englisch geredet und muss auch sagen, dass ich das ziemlich verlernt hab.
Es geht noch besser als Französisch, aber als ich zB bei der Grenzkontrolle auf Englisch angesprochen wurde, hab ich auf Spanisch geantwortet und so was eben.
Am ersten Tag haben wir ewig lang geschlafen (ok, vielleicht auch, weil wir in der ersten Nacht so ewig lang geredet haben) und sind dann erst spät ein bisschen einkaufen gegangen und auch nur für 2 Stündchen oder so, aber ich bin trotzdem schon mit einem Paar Schuhen, einer gemütlichen zu-Hause-sei-Hose, einer gemütlichen Fleecejacke für die Schule (die dann schon nach 2 Tagen am Reisverschluss kaputt gegangen ist) und einer anderen Strickjacke, die ich hinterher leider wieder umtauschen musste, weil sie ein Loch hatte (aber sie war sehr, sehr schön; das tat mir weh...) wiedergekommen.
Und das alles zu dem Preis, was man in Deutschland für nur die Schuhe zahlt.
(Und ich meine keine 70€-Schuhe)
Was ich dann die anderen Tage so gekauft hab, zähl ich euch nicht weiter auf, denn das würde zu weit gehen.
Oder vielleicht mach ich es, wenn ich mir sowieso aufschreib, was ich so gekauft hab.
Ach ja, aber von Silvester (übrigens: FROHES NEUES JAHR!!!) erzähl ich euch jetzt noch ein bisschen ausführlicher...
...eigentlich wars nämlich echt traurig.
Also nicht traurig, das Essen war lecker.
Aber ein bisschen Feierlichkeit fehlte einfach.
Vielleicht brezeln die sich hier mehr auf für Silvester, aber es fehlte doch zB einfach das Feuerwerk!!
Ich wusste ja gar nicht, dass es keins geben würde, bis wir dann um 10 vor 12 immer noch ganz normal am Tisch saßen.
Man hat sich nett zu geprostet, in den Arm genommen und ein frohes neues gewünscht und das wars.Y ya.
Es gab nicht mal Dinner for One – nächstes Jahr werd ichs 2x gucken.
(Weißt du noch, Kristian, als du eine Zeit lang jeden Tag dieses Video gesehen hast?? –genau wie das Wilhelmshavenvideo jaja...)
Nun gut, danach sind wir dann noch auf eine Fiesta gegangen, aber erst so gegen 2 (da kommt man in Mexiko wieder nach Hause) und davor hab ich noch ein bisschen geschlafen (sag ja, dieses Silvester war nicht so der Hammer...)
Die Fiesta war dann auch nicht zu vergleichen mit den mexikanischen, auch, wenn fast ALLE auf der Feier (ohne Musik...) spanisch sprechen konnten.
Einer war so besoffen, dass er umgefallen ist (nicht ohnmächtig wurd oder so, einfach umgefallen ist) und ein anderer hat sich dann drauf gestellt.
Das fand ich nicht so gut und hab ihn da runter geschubst und dann kam der beste Freund von dem auf dem Boden und wollte ihm aufhelfen und so und dieser klitzekleine nicht Mexikaner, nicht Amerikaner (traurig, so heimatlos) wurde dann ein wenig handgreiflich.
Aber es waren wirklich nicht alle so alkoholisiert und auch nicht so agressiv und eigentlich war auch alles gut und ging alles gut und so.
Keine Sorge, Papa.
Aber wir sind dann auch relativ früh abgehauen und zu einem Starbucks gegangen (haben die in Deutschland auch noch um 5 Uhr morgens auf?) und dann nach Hause.
Die sonstigen Tage waren wir eigentlich immer shoppen.
In verschiedenen Malls im kalten Houston.
Eigentlich schon mal ganz schön, weil (besonders eben auch die guten Markensachen) viel billiger sind als in Mexiko uns besonders in Deutschland, aber da wir wirklich jeden Tag gegangen sind, ging das ganz schön aufs Geld.
Und auch weiß ich nicht, wie ich die ganzen Sachen wieder zurück kriegen soll (nach Deutschland) aber da ich mir sonst nicht so viele Klamotten die ganze Zeit hier gekauft hab und auch das in Zukunft nicht tun werde, geht das schon.
Ich denke ich komm was Kleidung betrifft auf jeden Fall günstiger weg, als in Deutschland in einem Jahr.
Einmal waren wir in einem sehr beeindruckenden Hindu-Tempel aus purem Marmor.
Extra aus Indien eingeschifft, der ganze Tempel.
Aus MARMOR alles fein geschnitzt und zum betreten, muss man sich die Schuhe ausziehen.
Es war wirklich eine meditative Stimmung und als ich dort war, konnte ich mir ernsthaft vorstellen zum Hinduismus zu wechseln...
...hätt ich Geld dabei gehabt, hätt ich mir ein Buch zum Sprachenlernen gekauft, das es da in dem Hindishop gab.
Aber das war eigentlich das einzige, was wir an kulturellem gesehen haben in Houston.
Eigentlich wollten wir auch noch zur NASA, aber leider wars dann doch zu teuer, dafür, dass die Mehrheit lieber wieder in eine Mall gehen wollte.
Eigentlich ist also nicht viel mehr passiert, wir haben uns abends ab und zu mit Freunden von Ale (der 19-jährigen) getroffen und 2 ganz liebe werden auch bald nach Europa kommen und vielleicht sieht man sich dann ja.
Wär ja schön...
Wir sind am Freitag dann wieder zurück nach McAllen gefahren, wobei wir dieses Mal allerdings bei dem Onkel von Eric Junior, dem Bruder von dem alten Eric und den Eltern von Arthuro gewohnt haben
Also bei meinem Onkel.
Abends (kurz, nachdem wir angekommen sind), kam dann wieder die ganze Familie aus McAllen in dem Haus zusammen und wir haben schön mit allen zu Abend gegessen.
Es war mal wieder herrlich, denn ich mag meine Familie.
Sehr.
Am nächsten Morgen (gestern, am 5.1.08), hat mein Papa dann noch morgens Golf gespielt (wie immer) und deshalb hatten wir noch die Zeit schön zu Frühstücken, bevor wir aufgebrochen sind.
Irgendwie kam wieder ziemlich viel Familie vorbei.
Leider sind wir aber erst so spät losgekommen, dass wir nicht mehr in Monterrey anhalten konnten um wenigstens kurz Edu (aus Brasilien, in Monterrey lebend) zu sehen.
Den ganzen Tag FAHRENFAHRENFAHRENFAHREN....que flojera!!!
Aber inzwischen sind wir ja angekommen, das war so gegen 1.
Jetzt ist es gleich 3 Uhr nachts und ich schreibe noch schnell meinen Blogeintrag.
Werde ihn aber heute (oder wenigstens nicht vor dem Schlafengehen) nicht mehr hochladen können, da ich an dem liebsterweise von Manu nach McAllen geschickte LapTop (sein alter, er hat sich einen neuen Macbook gekauft) noch kein Internet habe.
Und übrigens hab ich glaub ich auch meinen USB in Houston vergessen, sodass ich auch die Bilder nicht hochladen kann...
Und für die, die es noch interessiert.
Das Kaufverhalten meiner Familie.
NELLY
Diesmal hat sie sich viele formale Sachen gekauft, weil sie die für die Uni braucht, aber sonst ist schon ein modischer, aber nicht ein besonders auffälliger Typ.
Nelly geht durch den Laden und kauft, was ihr gefällt und geht nicht nur in die SALE-Ecke, so wie
PAMELA,
die zwar natürlich auch nur kauft, was ihr gefällt, aber sucht und guckt und Schnäppchen macht (meiner Meinung nach das beste: Eine wunderwunderwunderschöne Hollisterstrickjacke im Norwegerstil für 20 $).
Außerdem war das so süß, wie sie sich immer gefreut hat, wenn sie etwas für Ivan, ihren Freund, gefunden hat...
PAPA HUMBERTO
macht auch gern Schnäppchen.
ZB kam er gleich am ersten Tag mit 2 Hosen für 5$ an, dabei ist er nur schnell in den Supermarkt gegangen um Milch zu kaufen oder so.
Außerdem hat er sich noch einen Fernseher für seine Arztpraxis gekauft, also ist er nicht so Klamottenbezogen wie eigentlich sonst alle.
Naja, außer meiner
MAMA NELLY,
die verrückt ist.
Jaja, sie hat am meisten gekauft.
Ihr gefällt einfach alles so gut, also kauft sie einfach alles. Naja nicht ganz.
Manche Sachen sind davon echt hässlich, aber ehrlich gesagt macht sie wirklich auch ein paar gute Schnäppchen.
Aber dann hat sie auch noch viel fürs Haus gekauft und ich muss sagen ich hatte dieses Jahr noch das Glück den letzten echten Weihnachtsbaum in diesem Haus miterlebt zu haben.
Sie hat sich im Discount einen neuen aus Plastik gekauft.
Außerdem noch andere Plastikgewächse mit Lichtern dran, eine Weihnachtsmannpuppe, weil sie davon ja nicht schon genug hat, Plastikkränze und so weiter.
Aber das wars dann auch schon, was Weihnachten betrifft.
(Sie hat auch noch andere Sachen fürs Haus gekauft, die ich jetzt mal nicht aufzähl...)
Auf jeden Fall hat sie das Auto (ein großes Auto) schon alleine voll gekriegt.
Man wird arm, wenn man sie um Rat fragt und diesen auch noch befolgt, denn sie ist so drauf, wenn dir beide Paar Schuhe gefallen, dann kauf sie eben BEIDE (gleicher Stil, gleiche Farbe, ich muss die Sachen wieder mit nach Deutschland kriegen, aber ok)!
Ihretwegen hab ich mir auch ein wunderschönes, riesengroßes Portemonnaie von Liz Claiborne gekauft, dass mich schon 20$ gekostet hat.
Ich gebs zu, im Endeffekt wars meine Entscheidung...
Und
ICH?
Ich bin wohl am ehesten Pames Typ, denn ich habe nichts gekauft, was nicht Reduziert war oder so, aber nehm auch nicht gleich alles mit, wie Mama Nelly.
Ich hab viel zu viel ausgegeben, aber trotzdem weniger, als alle anderen.
(Annähernd 400$).
Aber ich muss mich mal verteidigen und hab mir echt Sachen gekauft, die ich brauch.
Einen Koffer fürs Handgepäck im Flieger zB.
Und außerdem bin ich denk ich billiger weg gekommen als in einem Jahr in Deutschland (denn viel mehr werd ich mir hier nicht mehr an Klamotten usw kaufen).
Nun jetzt muss ich nur noch warten, bis ich ans Internet komm, um den Eintrag hochzuladen.
Meinen USB hab ich immerhin doch noch in meinem Koffer gefunden.
1 Kommentar:
ich hab das gefuehl hier mal ein bisschen die usa verteidigen zu muessen:
natuerlich mexiko ist verdammt cool und oft wuenschte ich mir nach latein amerika gegangen zu sein, aber wir haben auch gutes essen zb! man kann nciht alles einfach auf burger reduzieren und ich hab hier schon einen so guten brunch gehabt wie vorher noch nie! auch das steak mhhh!
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